Handy ins Wasser gefallen – was tun? Die 7 wichtigsten Schritte
Ins Lavabo, in den See oder ins WC gefallen? Was Sie in den ersten Minuten tun sollten – und warum Reis keine gute Idee ist.
Ein Handy im Wasser ist ein Notfall – aber oft kein Totalschaden. Entscheidend ist, was in den ersten Minuten und Stunden passiert. Denn nicht das Wasser selbst zerstört die Elektronik, sondern Kurzschlüsse beim Einschalten und die Korrosion, die danach einsetzt.
Sofort-Massnahmen
- Gerät sofort aus dem Wasser nehmen und ausschalten. Nicht mehr einschalten, um «nur kurz zu testen».
- Auf keinen Fall laden. Strom und Feuchtigkeit sind die gefährlichste Kombination.
- Hülle, SIM-Karte und Speicherkarte entfernen.
- Gerät aussen mit einem fusselfreien Tuch abtrocknen, Öffnungen nach unten halten.
- Nicht föhnen, nicht auf die Heizung legen – Hitze schadet Akku und Klebungen.
- Kein Reis: Er zieht kaum Feuchtigkeit aus dem Inneren, Stärke und Körner können in die Öffnungen gelangen.
- Das Gerät so schnell wie möglich in eine Fachwerkstatt bringen.
Warum Eile so wichtig ist
Bei Salz-, Chlor- oder Süssgetränken beginnt die Korrosion auf der Platine innerhalb von Stunden. In der Werkstatt öffnen wir das Gerät, trennen den Akku und reinigen die Platine im Ultraschallbad. Je früher das passiert, desto grösser sind die Chancen, Gerät und Daten zu retten.
Ist mein Handy nicht wasserdicht?
Viele Smartphones haben eine IP67- oder IP68-Zertifizierung. Diese gilt aber nur für Süsswasser, unter Laborbedingungen und für ein neues Gerät. Mit dem Alter, nach Stürzen oder einer früheren Reparatur lassen die Dichtungen nach. Wasserschäden sind deshalb fast immer von der Herstellergarantie ausgeschlossen.
Was kostet eine Wasserschaden-Behandlung?
Die Diagnose kostet bei Smartphones CHF 39 und wird bei einer Reparatur angerechnet. Danach sagen wir Ihnen ehrlich, ob sich eine Reparatur lohnt und ob Ihre Daten gerettet werden können.